Konzepte visualisieren

Concept Maps dienen der Visualisierung von Konzepten. Die Methode wurde in den 70er Jahren vom amerikanischen Wissenschaftler Joseph Novak entwickelt. Concept Maps (Wissenslandkarten) haben Ihren Ursprung im Konstruktivismus der Lernpsychologie. Was jemand lernt hängt demnach stark von dem Lernenden selbst und seinen Erfahrungen ab. Die Methode baut daher auf vorhandenem Wissen auf, verknüpft dieses und stellt es in einer Art Netzwerk dar. Begriffe werden in einer Concept Map weniger spontan verkettet. Sie sind das Ergebnis eines analytischen Denkprozesses. Concept Maps bestehen aus Begriffen (Knotenpunkten), Pfeilen (Verbindungen) und Pfeilbeschriftungen. Durch die räumliche Anordnung und die Verbindungslinien werden die einzelnen Elemente in Beziehung gesetzt. Die Begriffe Knowledge Map und Concept Map werden häufig synonym verwendet. Wissenslandkarten sind vielfach in großen Organisationen zu finden, mit deren Hilfe das vorhandene Wissen transparent gemacht wird.


Überblick

Wofür ist’s gut?
  • Darstellung des Beziehungsnetzes innerhalb eines Romans
  • Visualisierung von IT-Systemlandschaften
  • Darstellung von Wissen in Organisationen
  • Erfassung der Zusammenhänge eines längeren Textes
  • Entwurf von Semantischen Netzwerken
Wie kann’s gehen?
  1. Reduktion auf das Wesentliche – Auswahl der wichtigsten Begriffe
  2. Räumliche Anordnung der Begriffe (Strukturierung und Visualisierung) – Aufbau i.d.R. von oben nach unten (zentraler Begriff oben, dann hierarchisch absteigend), dichter beieinander oder weiter entfernt in Abhängigkeit von der Semantik
  3. Begriffe umrahmen und mit Pfeilen verbinden
  4. Begriffsnetz verfeinern (Elaboration) durch z.B. Beschriftung der Pfeile, Ergänzung der Begriffe mit Zusatzinformationen
Worauf sollte ich achten?
  • Concept Maps entwickeln sich mit der Zeit – es braucht den Abstand und wenn möglich den Austausch mit anderen
  • Starten Sie auf dem Papier mit dem Entwurf und nehmen Sie sich bei komplexeren Maps erst im zweiten Schritt ein Tool zur Unterstützung (siehe “Tools”)
Was sind die Vorteile?
  • guter Überblick über komplexe Sachverhalte
  • schnelle Identifizierung von Wissenslücken und Abweichungen
  • hohe Merkfähigkeit aufgrund der intensiven Bearbeitung
Was sagen die Kritiker?
  • schwer umzusetzen auf Papier – benötigen häufig viel Platz, müssen nachträglich angepasst werden
  • unübersichtlich
  • zeitaufwendig
Welche Werkzeuge gibt es?
Wo gibt’s noch mehr Infos?

 

Empfehlenswerte Internetlinks

  • Meta Map: Concept Map über das Concept Mapping inkl. Open Source Software
  • ausführlicher Artikel in Englisch von dem Erfinder der Methode Joseph Novak
  • GVDK: Gesellschaft für Vernetztes Denken e.V. – bieten Infoveranstaltung an

Empfehlenswerte Literatur



Methodenvergleich