Effektiv Denken

Diese Methode wurde von den britischen Psychologen Tony Buzan und Peter Russell in den 70iger Jahren entwickelt. Sie basiert auf den Erkenntnissen der Gehirnforschung. Diese lassen sich vereinfacht wie folgt beschreiben. Unser Gehirn besteht aus zwei Gehirnhälften (Hemisphären). Die linke Hemisphäre ist das Gedächtnis für Wörter und Zahlen. Hier wird linear gedacht, detailliert geplant und logisch strukturiert. In der rechten Gehirnhälfte werden Personen und Ereignisse abgespeichert. Dort dominiert das visuelle Denken. Es wird intuitiv gedacht, bildhaft erinnert und ganzheitlich vernetzt.

Mind Maps® (Denklandkarten) berücksichtigen die Anforderungen von linker und rechter Gehirnhälfte. Sie haben eine klare Struktur (vom Allgemeinen ins Spezielle). Damit gehen Sie ins Detail aber behalten weiterhin den Überblick. Die Erstellung von Mind Maps® folgt klaren Empfehlungen. Mind Maps® enthalten bestenfalls nicht nur Wörter, sondern auch Bilder und Farben. Es werden gezielt beide Gehirnhälften angesprochen. Auf diese Art und Weise wird jede Mind Map einzigartig und damit im wahrsten Sinne des Wortes auch „merkwürdig“. Durch die Nutzung beider Hemisphären wird die geistige Leistung deutlich verbessert.


Überblick

Wofür ist’s gut?
  • Vorbereitung von Prüfungen / Klausuren
  • Sammlung von Ideen
  • Stukturierung von Informationen
  • Ausarbeitung von Konzepten / Texten
  • Mitschreiben bei Vorlesungen / Vorträgen
  • Planung und Organisation von Projekten
  • Erstellung von Präsentationen / Referaten
Wie kann’s gehen?
  1. Schreiben Sie in die Mitte eines weissen Papiers (Querformat) das Thema der Mind Map oder zeichnen Sie ein Bild zum Thema.
  2. Umrahmen Sie das Thema auf Ihre Art und Weise (z.B. Kreis, Rechteck, Symbol).
  3. Zeichnen Sie ausgehend von der Umrahmung gebogene Linien (Äste), auf die Sie direkt Ihre Unterthemen schreiben. Zuviel Abstand zwischen Wort und Ast zerstört die optische Einheit für das photographische Gedächtnis.
  4. Schreiben Sie bestenfalls nur ein Schlüsselwort auf jede Linie. Das sind i.d.R. Verben oder Substantive. Mehr ist nicht notwendig, um Inhalte zu verstehen und sich auch später daran zu erinnern.
  5. Mind Maps sind hierarchisch. Sie gehen vom Allgemeinen (Hauptäste) ins Detail (Unteräste). Verzweigen Sie von einer Linie weitere gebogene Linien mit ergänzenden Informationen.
  6. Nutzen Sie Farben (pro Hauptast) und Symbole – damit wird Ihre Mind Map nicht nur „merkwürdig“, Sie werden auch kreativer in der Entwicklung von neuen Ideen.
Worauf sollten Sie achten?
  • Passen Sie die Linienlänge an die Wortlänge an. So sparen Sie Platz für weitere Detailinformationen. Wort und Linie bilden zudem eher eine bildliche Einheit.
  • Zeichnen Sie die Hauptäste dicker als die Nebenäste. Das betont die hierarchische Ordnung.
  • Besänftigen Sie den „Kritiker im Kopf„. Schreiben Sie alle (!) Assoziationen auf. Bewerten Sie diese nicht. Nur so lassen sich neue Ideen generieren.
  • Ihre ersten Mind Maps&reg brauchen mehr Zeit. Nehmen Sie sich diese. Unsauberes Gekritzel hilft Ihnen nicht sich später zurecht zu finden. Es erzeugt auch eine innere Ablehnung dieser Methode.
  • Schreiben Sie in Großbuchstaben, wenn Sie selbst Schwierigkeiten haben, Ihre Handschrift zu lesen.
  • Zeichnen Sie die Linien und Schlüsselwörter möglichst wagerecht. Dann müssen Sie Ihr Blatt beim Schreiben und Lesen nicht drehen.
  • Spiegelt die Mind Map eine Reihenfolge wieder z.B. bei einem Vortrag oder einer Agenda, dann empfiehlt es sich rechts oben zu beginnen und im Uhrzeigersinn weiter zu gehen. Nummerierungen helfen beim Erkennen so einer Reihenfolge.
Was sind die Vorteile des Mind Mappings?
  • schnell zu erlernen
  • wenig Hilfsmittel notwendig (Papier und Bleistift)
  • vielfältige Einsatzfelder privat wie beruflich
  • spart Zeit
  • erhöht die Kreativität
  • nutzt beide Gehirnhälften
  • trainiert das Gedächtnis
  • macht Spass
Was gibt es für kritische Stimmen?
  • handschriftliche Mind Maps® mit Farben und Symbolen werden von Kritikern als „Kinderkram“ belächelt
  • Mind Maps auf dem Papier haben eine Begrenzung aus Platzgründen.
  • bei mehr als 5 Detailstufen werden Mind Maps® unübersichtlich
  • Mind Maps® sind auf ein Thema beschränkt
  • Mind Maps® sind individuelle Denklandkarten einer Person oder einer Gruppe; nicht jeder kann die Gedankengänge unmittelbar nachvollziehen
Welche Werkzeuge gibt’s?
Wo gibt’s noch mehr Infos?

Empfehlenswerte Internetseiten:

  • vielfältige Mind Mapping Beispiele auf MindArt und Slideshare
  • spannender Artikel im Magazin „brand eins“ zu Mapping Methoden inkl. Mind Mapping
  • Wikimindmap: wunderbare Suchfunktion mit Hilfe von Mind Maps für Wikipedia – Darstellung der Vernetzung der Begriffe in einem Mind Map

Methodenkombinationen