Mit Sketchnotes Vorträge visualisieren

Sketchnote von Ralf Appelt, via Wikimedia Commons

„Ein Bild sagt mehr als tausend Worte“ – den Spruch kennt jeder. Trotzdem ignorieren wir ihn tagtäglich. Wenn wir Vorträge hören – an der Uni, auf Konferenzen, in Workshops oder Seminaren, bei Firmenpräsentationen – machen wir uns immer wieder fleißig Notizen. Zeile für Zeile, Blatt für Blatt. Meistens haben wir nur einen Kugelschreiber in der Trendfarbe blau dabei. Tage später finden wir unsere Notizen nur schwer wieder. Sehen Sie doch alle ganz ähnlich aus. Zeile für Zeile, Blatt für Blatt. Ich gebe zu, der eine oder andere unter uns unterstreicht schon mal die Überschrift, verwendet Aufzählungszeichen, kreist wichtige Informationen ein. Aber auch das wiederholt sich. Merk…würdig ist das nicht.

Ganz anders ist es mit den sogenannten Sketchnotes. Diese bestehen aus Skizzen und Texten. Es gibt keine Vorgaben, was wo wie gezeichnet und geschrieben werden sollte. Wir sind ganz frei in der Gestaltung. Können unsere Gedanken fliegen lassen und auf dem Papier festhalten. Es braucht dafür nur ein paar Metaphern, an die wir uns erinnern. Hier ein paar Beispiele: eine Glühbirne als Symbol einer neuen Idee, eine Dartscheibe für die Visualisierung eines Ziels oder eine Uhr für die Darstellung von Zeiten. Es reichen einzelne Wörter zu den Bildern, um sich an den Vortrag zu erinnern. Jede Notiz sieht auf diese Art und Weise anders aus. Das ist wirklich merk… würdig. Es ist würdig, sich das zu merken. Entsprechend finden wir die Vortragsnotizen auch unter all unseren Aufzeichnungen schneller wieder. Es gibt nur eine Hürde. Wir müssen über unseren Schatten springen, der vorgibt als Erwachsener zu alt zum Zeichnen zu sein. Das sind wir nicht.

Und wer ein bisschen Starhilfe braucht, beim Skizzieren, dem seien die Seminare von Eva-Lotta Lamm und Stephan Ulrich ans Herz gelegt. Letzteres habe ich selbst besucht. Jeder kann zeichnen. Es ist nur eine Frage der Übung. Probieren Sie es aus. Es lohnt sich.

S.Z.