Synchrones Business Mapping – die effektive Art der Dokumentation von Workshops

Methoden in der Praxis: Interview mit Dr. Stefan Hagen, Geschäftsführer / Unternehmensberater

Wo ist Dir das Mind Mapping das erste mal begegnet?

Vor ungefähr 12 Jahren stand ich vor der Herausforderung, eine größere Gruppe zu moderieren. Ziel war es, sich einen Überblick zu verschaffen, Ergebnisse zu visualisieren und für die spätere Verwendung zu dokumentieren. Ich habe den Versuch gestartet synchron zu Mind Mappen. Das hat erstaunlich gut funktioniert. Wir konnten während des Meetings eine Struktur erarbeiten, in die Map rein und raus zoomen. Alle Aspekte, die die Teilnehmer genannt haben, wurden wertschätzend dokumentiert. Das war sehr effizient. Seit dem verwende ich Mind Maps® häufig.

Zeichnest Du auch Mind Maps auf dem Papier?

Selten. Ich arbeite immer weniger mit Papier. Ich nutze zum erstellen von Mind Maps® den Mind Manager®. Für mich überwiegt der Wunsch alle „Aufzeichnungen“ immer dabei zu haben, diese zwischen den Geräten zu synchronisieren. Ich nutze dafür auch schon mal das iPad mit dem Stift.

Was begeistert Dich an der Methode?

Mind Maps® sind wirklich effektiv. Es können sehr schnell viele Informationen aufgenommen und sofort dokumentiert werden. Dem Kunden kann ich quasi im Anschluss zum Meeting das Ergebnis zuschicken.

Welche ganz konkreten Vorteile bringt Dir diese Methode?

Mit Mind Mapping habe ich die Chance sehr schnell Gedankenflüsse festzuhalten und das sowohl in der Breite (Divergenz) wie auch der Tiefe (Konvergenz). Ich kann Informationen strukturieren und vereinfachen.

In welchen Situationen macht die Methode für Dich am meisten Sinn?

Die Bandbreite ist groß: von Workshops mit bis zu 50 Personen, über Projektarbeit und kleineren Besprechungen bis hin zum Selbstmanagement.

Gab es Situationen, wo Dich der Einsatz der Methode nicht überzeugt hat?

Ja, es gibt immer wieder Gespräche, bei denen ein Computer und sei es auch nur das iPad als störend empfunden wird. Ich verzichte auf die digitale Unterstützung in Situationen, in denen es das gute, alte, klassische Gespräch braucht.

Wie hast Du Dir die Methode angeeignet?

Learning by doing.

Welche weiteren Methoden sind für Deine Arbeit wertvoll?

Oh lass mich überlegen. Zu meinem Methodenkoffer gehören Tools wie Prezi® oder Notizapps. Hilfreich finde ich auch die Produkte von Stattys. Damit bin ich sogar ohne Whitebord und Pinnwand flexibel. Zur Problemlösung und Ideenentwicklung habe ich darüber hinaus mit folgenden Methoden sehr gute Erfahrungen gesammelt: LEGO Serious Play® (LSP), Design Thinking®, Worldcafe®.