Cohesion Catalyst – die Visualisierung von Gemeinsamkeiten

Ein neues Projekt startet. Niemand kennt sich. Viele Methoden zum Kennenlernen zielen darauf ab, bekannte kulturelle oder soziologische Unterschiede aufzudecken. Ein ganz anderer Ansatz ist es, Gemeinsamkeiten der noch unbekannten Teilnehmer zu identifizieren. Der Cohesion Catalyst – eine interaktive Methode – erleichtert das gegenseitige Verstehen und aufeinander zugehen. Sie sorgt dafür, dass die Teilnehmer herausfinden, was sie verbindet und nicht was sie trennt.

Ich konnte diese Methode bei der „Langen Nacht der Wissenschaft“ an der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin erleben. Eine kleine Gruppe unbekannter Interessenten standen an einem großen runden Tisch in dem ein Monitor integriert war. Das Team um Prof. Dr. Stefanie Rathje hat uns bei der Eingabe auf dem Tablet angeleitet. Schon nach kurzer Zeit wurde klar, dass uns viele Interessen und Themen verbanden. Die Gemeinsamkeiten kristallisierten sich innerhalb von wenigen Minuten immer deutlicher heraus und wurden auch wunderbar visuell auf dem Bildschirm dargestellt und statistisch ausgewertet. Auf diese spielerische Art und Weise sind wir auch ins Gespräch gekommen. Für eher kontaktscheue Gesellen eine wunderbare Möglichkeit ganz langsam aufzutauen.

Die Methode hat das Ziel, moderne Kulturtheorie mit innovativer Informatik zu verbinden. Die Wissenschaftler suchten nach Wegen, wie Kohäsion zwischen Fremden gestiftet werden kann. Die entwickelte Applikation soll bei Trainings, Seminaren und Workshops dazu dienen unter den Teilnehmern in kurzer Zeit ein Zusammengehörigkeitsgefühl zu entwickeln. So ist diese Methode u.a. wertvoll bei interkulturellen Trainings, Mediation und Konfliktmanagement sowie internationalen Organisationen.