Mythos Kreativität

Kreativ sind doch nur Künstler, Erfinder und Werber. Kreativität setzt eine besondere Begabung voraus. So der Mythos. Das stimmt nicht.

Woher kommt der Begriff Kreativität? Aus dem Lateinischen. „creare“ bedeutet „Erfinden, Erschöpfen, Erzeugen, Auswählen“. „crescere“ steht für „Wachsen und Geschehen“. Die Wissenschaftler Joy Paul Guilford und Edward de Bono begannen in den 50er-Jahren Kreativität zu erforschen. Die Gesellschaft für Kreativität fasst diesen Begriff heute wie folgt zusammen:

Kreativität ist die Fähigkeit, Wissen und Erfahrungen aus verschiedenen Lebens- und Denkbereichen unter Überwindung verfestigter Struktur- und Denkmuster zu neuen Ideen zu verschmelzen.

Diejenigen, die weder Künstler, Erfinder noch Werber sind, zweifeln häufig an Ihrer Kreativität. Dabei haben die meisten unter uns nur nie gelernt wie Sie Zugang zu Ihrem kreativen Potential finden. Kreatives Denken kann erlernt werden. Es ist weder angeboren, noch setzt es eine besondere Begabung voraus. Es gibt eine Vielzahl von Methoden und Techniken, die das kreative Potential steigern, wie z.B. Mind Mapping (Tony Buzan), 6-Hüte-Denken (Edward de Bono), Walt-Disney-Methode (Walt Disney), Clustering (Gabriele L. Rico), Ursache-Wirkungsdiagramm (Kaoru Ishikawa) und Morphologischer Kasten (Fritz Zwicky).

Kreativ zu sein bedeutet sich etwas vorstellen zu können, Perspektiven zu wechseln, Grenzen zu überschreiten, Widerstände auszuhalten. Methoden helfen dabei, dies zu tun. Um so häufiger wir diese Techniken einsetzen und anwenden, um so kreativer werden wir. Unseren „Kreativitätsmuskel“ können wir genau so trainieren wie jeden anderen Muskel.

 

S.Z.